Samstag, 17. August 2013

Beutezug

Heute Morgen waren wir wieder auf dem Flohmarkt...ich war schon um 4:30 Uhr wach, und da wir eh um 6 Uhr losfahren wollten, arbeitete ich noch ein wenig an meinen Stulpen.

Um 7 Uhr machten wir dann nach einem kleinen Frühstück den Flohmarkt unsicher - und wie ich es liebe, dass der draußen und so riesig ist! Da werde ich immer etwas zum Eichhörnchen.

Heute schien mein beutezug unter dem Motto Holz zu stehen, aber seht selbst.



Erst einmal habe ich zwei unterschiedlich große Stickrahmen aus Buchenholz bekommen, beide für einen Euro das Stück...neu finde ich den Preis einfach zu hoch.
Der äußerste Ring ist ein Rundwebrahmen für 50 Cent. Manchmal schon gut, wenn die Leute nicht wissen, was sie da eigentlich verkaufen.
Heute ist mir aber aufgefallen, dass es nun wirklich Herbst zu werden scheint. Nicht, weil es mehr Schals und Mützen gab...es wurden wieder wie wild handgestrickte Wollsocken verkauft, leider zu zu niedrigen Preisen. Ich würde meine Socken niemals für 10 Euro verkaufen...
Außerdem gab es noch ganz, ganz viele gehäkelte und gestrickte Tischdecken, wie meine Oma sie gemacht hatte. Aber da ich selbst auf einem Karton voll davon sitze, konnte ich da ohne Probleme dran vorbei gehen. Auch gab es ein paar Spinnräder zu sehen, aber allesamt in einem sehr schlechten Zustand. immer wieder schön, wenn die einem dann versichern wollen, dass es funktionstüchtig sein, aber Trittbrett und Pneul daneben liegen.


Hier teils etwas nicht-holziges ;)
Eine kleine Emaillebrosche, die ich einfach unglaublich niedlich fand ( ja das passiert manchmal einfach).
Ein Rasselkaktus, den ich nur in Groß als Regenmacher kenne. Braucht man nicht unbedingt, aber das ist für mich Kindheitserinnerung pur. Unsere Nachbarin ist Musiklehrerein und hat schon früh angefangen gehabt und mit verschiedenen Klängen und Instrumenten vertraut zu machen. Da gehörte so ein großer Kaktus auch dazu.
Aus einem Nähkorb konnte ich dieses alte Messer ergattern, das aber noch einige Stunden an Pflege bedarf, dann aber ein richtiges Schmuckstück sein wird. Die Vorbesitzerin hat wohl mit Ölfarben gemalt unnd gerne jene Farben auch mit der Messerspitze gemischt.
Dann wäre da noch der Brieföffner aus Elfenbein.
Den werde ich tatsächlich "zerstören" - seit gestern bin ich stolze Besitzerin einer Bandsäge und habe vor aus diesem Stück eine Nadelbindnadel zu fertigen. Dabei sollen die Elefanten möglichst intakt bleiben und werden vielleicht zu Schmuck umgewandelt.


Für fünf Euro bekam ich diese riesige Holzschale ( ich nehme an es ist Erle), die noch aus einem Stück gedrechselt und somit massiv ist. Alle Holzgegenstände würden Zuhause erst einmal gesäubert und mit Holzpflegemittel bearbeitet, daher glänzt diese Schale wieder. Im Winter sollen da unter anderem Walnüsse drin liegen, die man dann ganz gemütlich abends knabbern kann.
Doch bis es soweit ist, dürfen die zum Nadelbinden vorgesehenen naturfarbene und
pflanzengefärbte Knäule darin liegen.


Dieses ist ein wahres kleines Schätzchen - naja nicht für jeden, sonst wäre es nicht auf dem Flohmarkt gewesen. Ich erinnere mich noch, dass ich als Kind mal auf einem Weihnachtsmarkt vor solchen Schubkästen und kleinen Komoden stand - nicht bezahlbar, aber der Arbeit, die da drin steckt allemale angemessen. Nun habe ich dieses Eibenkästchen für acht Euro mit nachhause genommen.
Ich plane es für Visitenkarten und ähnliches auf Märkten zu benutzen. Außerdem lassen sich kleinere Gegenstände super auf der Borke fotografieren :)
Aber man muss sowas mögen.


Zum Schluss habe ich mir für keine zwei Euro noch dieses alte Weihnachtsbackbuch gekauft. Allein bei der Fülle an Honigkuchenrezepten hat sich der Kauf gelohnt :)
Dieses Jahr habe ich nun ein Lebkuchenhaus in Planung.

Das waren auch schon meine Funde - es war schön, einfach zu bummeln, zu staunen, zu wühlen, zu feilschen und dann mit einer vollen Tasche nach Hause zu kommen und all diesen Dingen ein neues heim zu geben.

Liebe Grüße
Anne

Kommentare:

  1. Fleißig gestöbert!
    Deine Holzschale macht mich schmunzeln. Meine größte Keramikschale hat auch schon lange kein Obst mehr gesehen :D
    An den Brieföffner würde ich nicht mit der Bandsäge gehen, eher mit einer Dekupiersäge. Die hat, wie eine Laubsäge, ein feineres Blatt und du könntest damit die Elefanten retten.
    Was hast du mit den Stickrahmen vor? Sticken oder zweckentfremden?

    Viele Grüße, Karin

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    1. Danke für den Tipp, dann werde ich wohl doch bei dem Brieföffner zur alten Handsäge zurückgreifen ;)
      Die Stickrahmen benutz ich zum Sticken, zweckentfremdet würde ich sie nur als Bilderrahmen nutzen, aber dafür fehlen mir in der Dachwohnung die geraden Wände.

      LG

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  2. Wahre Schätzchen! Das Schönste aber ist das Eibenkästchen. Da hast Du richtig Glück gehabt.
    LG Tanja

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    1. Oh ja, da hab ich mich auch irrsinnig gefreut. Im Internet finde ich den Herrn leider nicht mehr, der diese schönen Sachen gefertigt hat.

      LG

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