Donnerstag, 29. November 2012

Solarfärbung im Winter

Das Prinzip der Solarfärbungen ist im Grunde ja ganz einfach,
es erfordert nur viel Geduld.

Man nehme ein Glas mit einem großen Fassungsvermögen,
gebeizte Wolle und Pflanzenfarben wie Ringelblumen, Dalienblüten, Krapp usw.
werden geschichtet und dann mit warmen Wasser
( manche setzen noch Essig und/oder Alaun hinzu) aufgegossen.
Wichtig wäre hierbei, dass der Verschluss gut abschließt,
da es sonst zu Schimmelbildung kommen kann, was sehr unschön ist.
Nun stellt man das ganze an einen Sonnigen Platz und wartet.

Da man bei uns ja meistens eher weniger sonnige Tage im Jahr hat
habe ich mir überlegt, dass das Grundprinzip ja nicht das Sonnenlicht ist,
sondern die Wärme, die dadurch im Glas entsteht.
Das tolle ist ja, dass man die Wolle nicht kochen braucht,
Strom spart und dennoch pflanzengefärbte Wolle bekommt.

Da mir diese Überlegung schön länger durch den Kopf ging
und mir duch ein Missgeschick meine Malvenblüten kurz vorm Wegschmeißen standen,
nahm ich mir kurzerhand einen Strang Sockenwolle aus der Kaltbeize,
ein großes Glas, gab unten die rosa-dunkelrot bis schwarzen Malvenblüten hinein,
in die Mitte etwas abgelaufenen Safran und oben drauf gemahlene Logusterbeeren.
Alles mit etwa 40° warmen Wasser übergossen und ein paar Tropfen Essig hinzu.
Nun steht das Glas auf der Heizung, die ja im Moment öfter läuft.

So schaute das ganze nach einem Tag aus:

Solarfärbung angesetzt am 22.11.2012

Gut schauts ja schonmal aus. Nun heißt es Geduld und ich werde es weiter beobachten.
Es steht ja nun neben meinem Schreibtisch auf der Heizung
und ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Liebe Grüße
Anne

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