Mittwoch, 14. November 2012

Lesefutter

In den letzten Tagen ist bei mir noch mehr Lesefutter in Form dieser
beiden Bücher zum Thema Färbepflanzen und Naturfarben eingetroffen.



Der Schweppe ist ja unter den Färbebüchern bei mir
(neben Dorothea Fischers Buch) eine Art Bibel.
Ein Nachschlagewerk erster Güte und auch einfach so zum Schmökern sehr fesselnd.
Natürlich nur, wenn man sich für Naturfarben und somit auch Pflanzenfarben interessiert.
Ansonsten könnte es auch einer Abhandlung von der Dicke
verschiedener Briefmarkenpapiere gleich kommen.

Denn es werden nicht nur die Pflanzenfamilien mit besonderen Beispielen,
wie zB Ampfer-Arten : Krauser Ampfer, Gerberampfer etc. genannt,
sondern auch die ausländischen Bezeichnungen und färbende Inhaltsstoffe.
Dazu gehören auch mal ganze Seiten mit Abbildungen des chemischen Aufbaus
bestimmter Naturfarben und Farbstoffklassen.
Es gibt Farbtafeln und ansonsten auch vieles zu entdecken,
denn irgendwie gibt es immer etwas, was man noch dazu lernen kann.

Mich hat nur lange Zeit der Preis dieses Buches sehr abgeschreckt.
Sicherlich, für 800 Seiten Fachliteratur durchaus berechtigt,
aber dadurch leider nicht erschwinglicher.
Nur durch Zufall habe ich letztens ein Exemplar gefunden,
dass günstiger (d.h. in meinem Fall weit unter 200 € ) verkauft wurde.
Und da musste ich dann zuschlagen.
Es gibt einfach manche Bücher, die möchte ich haben, für mich selbst,
und nicht aus der Unibibliothek, sondern Zuhause.
Der Schweppe ist für mich so ein Buch.

Das zweite Buch war ein reiner Zufallsfund.


Von der Aufmachung ja schonmal sehr schön, alt und unscheinbar.
Ja, dies ist das Deckblatt..im wahrsten Sinne des Wortes.
Es heißt ganz einfach " Pflanzenfarben auf Wolle"
und wurde 1936 von Kurt Hentschel geschrieben und herausgebracht.
Somit ist es mal eben so 76 Jahre alt
Ich habe schon ein Buch von ihm, jedoch etwas jüngeren Datums (hier).

Etwas gewöhnungsbedürftig zu lesen ist die altdeutsche Schrift,
in der Schule hab ich die nicht mehr gelernt daher muss ich mich jedes Mal,
wenn ich so alte Bücher lese, wieder hineinarbeiten.
Sehen doch s,f und manche Großbuchstaben einfach zu ähnlich aus.

Das Buch selbst hat 100 Seiten und führt von gelb bis schwarz
118 sogenannte "Färbvorschriften",
die ich in den kommenden Wochen mit den Rezepten aus seinem jüngeren Werk
von 1949 vergleichen werde. Schön finde ich aber z.B. Rezept Nr. 7
" Bräunlichgelb mit Erlenrinde und Heidekraut".
Solche Mischrezepte sind mir bis jetzt nur sehr selten begegnet.
Außerdem gibt es am Ende des Buches sehr schöne
Federzeichnungen der vorgestellten Färbepflanzen.

Ich bin gespanntund werde berichten. :)

Liebe Grüße,
Anne

Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zu diesen Funden! Den Henschel kenne ich noch nicht (-Neugier...) aber der Schweppe ist auch bei mir die Färberbiebel geworden. Ein tolles Nachschlagewerk!
    LG
    Margit

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  2. Also Buch 2 ist ja ein richtiger SCHATZ! Hab mal gerade bei Ebay geschaut - Autsch, da rufen die ja richtig Preise auf... Ich gönn es Dir. Du kannst ja so ganz interessante Rezepte mal posten ;-) Dann haben wir auch was davon.
    Mach Dir einen hübschen Tag
    Elke

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